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ORIGINAL HANDGEPRESST
ODER MASCHINELL KALTGEPRESST?

 
 

UNTERSCHIEDLICHE ÖKONOMISCHE UND ÖKOLOGISCHE AUSWIRKUNGEN

 
 
 

In Marokko wird der größte Teil der geernteten Früchte auf zwei sehr unterschiedliche Arten zu Arganöl verarbeitet. Die beiden Methoden unterscheiden sich neben der Qualität des Öls vor allem in ihren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen auf die Berberfamilien.

Industrielle/maschinelle Erzeugung von einheimischen Fabrikanten

Bei dieser Herstellungsweise werden auf den Märkten und Souks gekaufte Früchte und Mandeln mit hoch effizienten Pressmaschinen maschinell gepresst. Der Ertrag an Öl ist hoch da mit viel Druck und Wärme das Maximum aus den kleinen Arganmandeln gepresst wird. Dieses Arganöl wird als „kaltgepresstes“ Öl im Markt angeboten.
Für die Berberfamilien in der Region zahlt sich diese Methode allerdings nicht aus, da die Frauen „zu reine Sammlerinnen und Kerne-Knackerinnen degradiert werden“ wie die GIZ in ihrer Studie die sozialen Auswirkungen beschreibt.

Traditionelle Handpressung von Frauenkooperativen

Bei dieser alt hergebrachten handwerklichen Herstellungsweise werden von den Frauenkooperativen geerntete Früchte und Arganmandeln von Hand mittels Steinmühlen (ohne Maschinen) in den Familienverbünden/kleinen Manufakturen gepresst.


 
 

Das Arganöl wird als original „handgepresstes“ Arganöl im Markt angeboten und trägt das „Handgepresst-Zeichen“

Daneben gibt es noch die semi-maschinelle Produktion in Kooperativen, die aber für den Export nur eine geringe Rolle spielt. Diese verschiedenen Herstellungsverfahren haben höchst unterschiedliche Auswirkungen auf die Wertschöpfung und damit auf das Einkommen der Produzentinnen, aber auch auf die sozialen Strukturen und die Nachhaltigkeit des Arganienbestandes, beschreibt die GIZ – Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit die Situation in der Arganeraie. – (Mehr Informationen)

 
 
 
 
 

+ MÜHSAME HANDARBEIT FÜR DAS BESTE ÖL

Die Berberfrauen sind bis heute Spezialistinnen in Sachen Arganöl, daher wird Argand’Or Arganöl auch ausschließlich von ihnen und in traditioneller Handarbeit hergestellt.

 
 

+ SCHÄLEN DER FRÜCHTE

FrüchteNach dem Einsammeln der Früchte werden diese auf den flachen Dächern der Lehmhäuser getrocknet, um später die trockene Fruchthülle zu entfernen und die Kerne im Inneren freizulegen. Dabei werden fehlerhafte oder gar faule Argankerne sofort aussortiert, da sie das Arganöl geschmacklich verändern würden. Das Fruchtfleisch findet als hochwertiges Futter für das Hausvieh Verwendung. Von 100 kg Früchten bleiben etwa 30 kg Kerne übrig.

 
 

+ AUFBRECHEN DER KERNE

AufbrechenDie Argankerne, deren Schalen rund 12-mal härter als eine Haselnuss ist, werden zwischen zwei Steinen sorgfältig aufgeschlagen und die zwei bis drei kleinen zarten Mandelkerne entnommen. Die kleinen Mandeln werden von einer sie umgebenden Schutzhaut befreit und noch einmal sorgfältig gesäubert und nach Reinheit und Zustand ausgelesen. Aus den 30 kg Kernen können rund 3 kg Arganmandeln entnommen werden.

 
 

+ RÖSTEN DER MANDELN – ODER UNGERÖSTET?

Für die Herstellung des Gourmet-Speiseöls wurden die kleinen Arganmandeln früher in Tonschalen über einem sanften Feuer mild und vor allem langsam geröstet um den fein-nussigen Geschmack des Öls zu erzeugen. Heute haben kleine Rösttrommeln die Arbeit übernommen, mit deren Hilfe der Röstgrad genau eingestellt und kontrolliert werden kann, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen.

Bei ungeröstetem Gourmet-Speiseöl und bei der Herstellung des kosmetischen Arganöls von Argand’Or entfällt die Röstung.

 
 

+ MAHLEN DER ARGANMANDELN

MahlenSchließlich werden die gerösteten oder ungerösteten Mandeln portionsweise in altbewährte Steinmühlen gegeben und von Hand zu einer öligen, cremigen Paste gemahlen.

 
 

+ KNETEN DES MANDELTEIGS

Die ölhaltige Paste wird unter Hinzugabe von kleinen Spritzern abgekochten Wassers wie ein Kuchenteig von Hand geknetet. Durch das nachhaltige Kneten wird nach ca. 30 Minuten das kostbare Arganöl langsam aus der Paste herausgelöst. Der übrig gebliebene Presskuchen hat noch einen Ölgehalt von rund 15 – 20 Prozent und dient als hochenergetisches Tierfutter.

Das Öl wird in Edelstahlbehältern aufgefangen und anschließend filtriert, organoleptisch (Geruch und Geschmack) kontrolliert und in marokkanischen und deutschen Laboren analysiert.

 
 

+ ZWEI TAGE UND 30 KG FRÜCHTE FÜR 1 LITER HANDGEPRESSTES ARGANÖL

Pro Arganbaum kann man ca. 4 - 6 kg Früchte ernten. Um einen Liter Arganöl herzustellen, werden ca. 30 kg Früchte, also die Ernte von ca. 5 - 7 Bäumen benötigt. Zusammen mit der mühevollen Arbeit des Aufschlagens der Kerne und der Handpressung arbeiten die Berberfrauen fast zwei Tage, um einen Liter handgepresstes Arganöl herzustellen. Im Vergleich dazu: Für einen Liter Olivenöl benötigt man lediglich 5 – 7 kg Oliven und weit weniger Zeit. Es ist also kein Wunder, wenn das original handgepresste Arganöl teurer als herkömmliche Öle ist.

Experten schätzen, dass pro Jahr nur etwa 350.000 Tonnen Arganfrüchte geerntet werden können (in regenarmen Jahren auch deutlich weniger) aus denen rund 11 Millionen Liter Arganöl hergestellt werden. Sehr wenig, wenn man dies mit den rund 2,4 Milliarden Litern Olivenöl vergleicht, die jährlich produziert werden. Auch das erklärt den relativ hohen Preis und die besondere Wertschätzung, die man original handgepresstem Arganöl entgegen bringt.

 
 

+ WORAN ERKENNT MAN DAS ORIGINAL?

In Deutschland werden häufig im Internet und im Handel industriell erzeugte Arganöle mit den Bezeichnungen „original” oder “nach Berber-Art” angeboten. Mit diesen Bezeichnungen soll dem Verbraucher suggeriert werden, es handele sich um original, traditionell handgepresste Arganöle.

Hangepresst ZeichenDamit Sie original handgepresstes Arganöl aus der Arganeraie schnell und eindeutig erkennen, gibt es das „Handgepresst-Zeichen“ auf der Flasche. Zum Schutz des einzigartigen Kulturguts „Handpressung” und zum Erhalt der Einkommen der Berberfamilien wurde mit Unterstützung der Frauenkooperativen ein internationales Zeichen entwickelt, das Sie auf den Flaschen mit original handgepresstem Arganöl aus der Arganeraie finden.

In Deutschland tragen Arganöle der Marke Argand’Or dieses Zeichen. Es garantiert die Herstellung in der traditionellen, schonenden und von der UNESCO geschützten Handpressung. Die Öle sind reine 100-prozentige Arganöle ohne Zusätze und ohne Raffinierung bzw. Desodorierung. Alle Kriterien des deutschen und europäischen Lebensmittelrechtes und der Bio-Verordnung werden erfüllt, damit alle wichtigen Wirkstoffe im Arganöl erhalten bleiben.

Übrigens: Das europäische Biosiegel, das auch unsere Produkte tragen, ist kein Qualitätszeichen sondern ein reines Prozesskontrollzeichen. Es sagt nichts darüber aus, ob das Arganöl nachhaltig hergestellt wurde und auf welche Art (kaltgepresst oder handgepresst) das Öl gepresst wurde.

 
 

+ HANDGEPRESSTES ARGANÖL STEHT SEIT 2015 UNTER DEM BESONDEREN SCHUTZ DER UNESCO

Argandor UnescoDie UNESCO beschloss im Januar 2015 UNESCO den Arganbaum und die traditionelle Herstellung des Arganöls mittels der einzigartigen Handpressung in die „Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes“ (Lists of intangible cultural heritage and Register of best safeguarding practices) aufzunehmen.

„All diese kulturellen Aspekte – der Anbau des Baumes, das Extrahieren des Arganöls mittels Steinmühlen und Handpressung, die Vorbereitung von Rezepten und die daraus entstehenden Produkte leisten einen wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt der verschiedenen lokalen Gemeinden ...“ schreibt die UNESCO in Ihrer Begründung.

Auf der Liste stehen derzeit 38 kulturelle Ausdrucksformen und Handwerkstechniken aus 21 Ländern, die vom Aussterben bedroht sind.

 
 
 
 
 
 
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